In den 1970er- und 1980er-Jahren wagte sich ASCO in ein Gebiet vor, das man kaum mit Kohlensäure in Verbindung bringen würde: die Entwicklung von elektrisch zündbaren Unterwasserlanzen. Gemeinsam mit dem Ingenieur Ernst Brandenberger entstand eine neuartige Technik, die es ermöglichte, Stahl und Beton sogar unter Wasser zu schneiden – etwas, das bis dahin als nahezu unmöglich galt.
Bei einer Demonstration im Rhein bei Hemishofen zeigte ASCO, wie effektiv die sogenannten Sauerstoff-Kernlanzen arbeiten: Funken stiegen aus der Tiefe, während Stahllarsen einer Brücke präzise abgetrennt wurden. Das Verfahren war nicht nur schneller und sicherer als frühere Methoden, sondern auch deutlich umweltfreundlicher, da auf schädliche PVC-Beschichtungen verzichtet wurde.
Nur wenige Jahre später erreichte die Technologie eine neue Dimension: ASCO testete im Bodensee erstmals eine autonome Tiefseeschneidestation, die unabhängig von Versorgungsbooten in Tiefen bis zu 300 Metern operieren konnte. Selbst die Royal Navy verfolgte die Tests mit grossem Interesse – die Anlage schaffte es, 65 Millimeter dicken Chromnickelstahl in nur sieben Sekunden zu durchbohren.
Was als technische Herausforderung begann, wurde zu einem internationalen Erfolg: Die ASCO-Unterwasserlanzen fanden Anwendung bei Brückenabbrüchen, in der Offshore-Industrie und bei Katastropheneinsätzen. Heute ist die Unterwassertechnik längst Geschichte – doch sie zeigt eindrucksvoll, mit welcher Innovationskraft ASCO schon damals neue Wege ging.


























